
Filme machen und schneiden ist eine Kunst, die nicht jedermann beherrscht. Das ist auch gut so, denn so erkennt man auch dann und wann mal eine Perle. Hier ein kurzes «Protrait» über Ross Ching und seine Projekte.
Ross Ching ist ein Absolvent der San Diego State University mit dem Schwerpunk Film. Seine Begeisterung für dieses Medium begann, als er 14 war, wo er zusammen mit Freunden Skateboard-Videos aufnahm. Die Tricks waren zwar nicht besonders, aber die Leute liessen sich für dafür begeistern, wie Ross Ching die Filme schnitt.
Anfangs dachte er, er würde wahrscheinlich etwas technisches tun, vielleicht Programmierer oder Ingenieur. Als er aber sah, was er mit den seinen Filmen auslösen konnte, nämlich Emotionen, lockte ihn diese kreative Arbeit.
«[...]
but what lured me into the creative arts were the reactions I would get whenever someone saw my work.
I realized that I had the power to affect people’s emotions through my work.
The burning question in my career has been, “What makes me different?” Day in and day out, whenever I have an idea I think about how I can put my own twist on it
without breaking the bank in the process. This is where the passion comes in. Since I care about my work so much, it drives me to experiment and find new ways
to get things done – put tennis balls on a tripod to simulate a dolly or hang a camera from a rope to get a shot from above.
It’s this blend of engineering and creativity that I think separates me from the rest of the pack.»
[rossching.com/about]
Das Zitat möchte ich gerne so belassen, wie es ist und nicht übersetzen. Ich könnte es einfach nicht besser schreiben und er Ross Ching bringt es so auf den
Punkt.
Wer seine Filme schon gesehen hat, merkt, dass er das Talent hat, unglaublich schöne Filme zu machen und vor allem merkt man die Kreativität beim Experimentieren.
So berichtet er in einem Interview, dass er eigentlich Time Lapse Filme (Filme im Zeitraffer) mit HD aufnehmen wollte, aber leider fehlte im die passende
Filmkamera dazu. Und wenn er nicht Ross Ching wäre, hätte er nicht eine Lösung gefunden:
So hat er einfach in Teleskop-Stativ so umgebaut, dass er seine Kamera darauf schrauben konnte. Seine Digitale Spiegelreflex-Cam hat er dann darauf montiert und
ein externes Gerät angeschlossen, wo man den Zeitabstand zwischen den einzelnen Fotos einstellen kann. Die Grundlage hätte er und damit konnte er schon echt
tolle Filme machen, die Anfangs noch auf einem normalen Stativ angefertigt wurden.
Nun kommt das Teleskop-Stativ ins Spiel. Das Teil kann man steuern, d.h. nach oben, unten, rechts und links fahren lassen. Dazu kann er entsprechende Daten eingeben
und auf einen Knopf drücken. Währenddem der Knopf gedrückt ist, bewegt sich der obere Teil des Stativs mit einer gewünschten Geschwindigkeit. Neues Problem:
Die ganze Zeit den Knopf drücken ist etwas umständlich. Er machte es mit einem einfachen Trick: Eine Klammer auf den Knopf und dann bewegte sich das Teleskop mit
der Kamera z.B. in 12h von rechts nach links. D.h. er kann die Kamera einfach dort lassen, wo sie ist und am Schluss die Fotos auf den PC kopieren.
Doch wie macht er aus Einzelbildern Filme? In seinem «Making Of - Video» zeigt er, wie einfach das ist. Um die Bild in einen Film umzuwandeln braucht man lediglich
Quicktime.
Als Vorbereitung kopiert man alle Bilder in einen Ordner (beginnend mit dem ersten Foto). Danach geht man in QuickTime (Pro), und wählt Datei -> Bild-Sequenz öffnen.
Nun wählt man die erste Datei und wartet, wählt die Bildrate aus und klickt auf Öffnen. QuickTime erstellt nun aus den gewählten Bildern eine Videosequenz, die
man dann exportieren kann und später mit einem Filmschneidprogramm bearbeiten kann (Ross Ching macht dies mit Final Cut Pro).
Wie ich oben eigentlich schon geschrieben habe, sind Zeitraffer-Filme seine Spezialität. So drückte es Ross Ching in einem Interview aus:
«You can show people things that they see almost every day, but I show it them in an environment that they would never see it. You never see clouds moving across the sky at the speed they do, you never see the sun moving and you never even see the stars moving across the sky as the night goes on.»
Besonders sein Film Eclectic 2.0 hat mich echt berührt (siehe hier im Blog) und beeindruckt. Es zeigt einfach die Schönheit der Natur von einer anderen Seite. Sage und schreibe 25'000 Bilder hat Ross Ching bei diesem Film zusammengehängt.
Im Anschluss noch zwei Filme, die wirklich sehenswert sind.
Ein Interview von HDnet mit einigen Informationen, die ich auch in diesem Artikel verwendet habe:
Eclectic 2.0:
Auf Vimeo in HD-Qualität anschauen.
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